Wann sollte man die Heizung einschalten und ab wann muss der Vermieter heizen? Faustregeln für Österreich.

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Mehr erfahren →Die Heizung schaltet man ein, wenn die Raumtemperatur unter das gewünschte Niveau fällt – meist ab einer Außentemperatur unter 15 °C an mehreren Tagen. Wann die Heizsaison beginnt, welche Temperatur ideal ist und wie man richtig heizt.
Als Faustregel beginnt die Heizsaison, wenn die Außentemperatur mehrere Tage unter 15 °C liegt – meist im Oktober. Ideal sind 20–22 °C im Wohnbereich, 16–18 °C im Schlafzimmer. Dauerhaftes Abdrehen spart bei trägen Systemen wenig und begünstigt Schimmel. Im Sommer bleibt der Frostschutz aktiv. Vor der Saison lohnt ein kurzer Testlauf.
Die Heizung schaltet man ein, sobald die Räume auskühlen – in der Praxis, wenn die Außentemperatur mehrere Tage unter 15 °C bleibt. Das ist meist im Oktober der Fall.
Entscheidend ist nicht das Datum, sondern die Innentemperatur. Sinkt sie unter das Wohlfühlniveau und heizen die Sonnenstunden den Raum nicht mehr auf, ist der Zeitpunkt gekommen.
Als Heizgrenze gelten oft 15 °C Außentemperatur – darunter kühlen die meisten Gebäude aus. Gut gedämmte Häuser brauchen später Wärme.
Die individuelle Heizgrenze hängt vom Dämmstandard ab. Ein Passivhaus kommt lange ohne Heizung aus, ein Altbau kühlt schon bei milden Temperaturen spürbar ab.
Die Heizsaison beginnt in Österreich meist im Oktober und endet im April. Der genaue Start hängt vom Wetter und Gebäude ab.
In Übergangszeiten reicht oft ein kurzes Anheizen morgens und abends. Erst mit dauerhaft kühlen Tagen läuft die Heizung durchgehend.
Ideal sind 20–22 °C im Wohnzimmer, 18–20 °C in der Küche und 16–18 °C im Schlafzimmer. Jedes Grad weniger spart rund 6 % Heizenergie.
Räume sollten nicht zu stark auskühlen, weil das Wiederaufheizen Energie kostet und Feuchtigkeit begünstigt. Konstante, moderate Temperaturen sind meist effizienter.
Eine leichte Nachtabsenkung um 2–4 °C spart Energie, komplettes Abdrehen bei trägen Systemen kaum. Das Wiederaufheizen frisst die Ersparnis auf.
Bei einer Fußbodenheizung lohnt starkes Absenken nicht, weil sie langsam reagiert. Bei Radiatoren ist eine moderate Absenkung sinnvoll, ganz abdrehen nicht.
Im Sommer kann die Heizfunktion aus, der Frostschutz und die Warmwasserfunktion sollten aktiv bleiben. Viele Thermen haben einen Sommerbetrieb.
Im Sommerbetrieb läuft nur die Warmwasserbereitung. Die Umwälzpumpe sollte gelegentlich kurz laufen, damit sie nicht festsitzt – viele Geräte machen das automatisch.
Zu frühes Heizen kostet unnötig Energie, zu spätes lässt Räume auskühlen und fördert Feuchtigkeit. Der richtige Zeitpunkt spart am meisten.
Ausgekühlte Wände wieder aufzuheizen kostet mehr, als sie moderat warm zu halten. Wer die Räume nie stark auskühlen lässt, heizt insgesamt günstiger.
Die Heizkurve bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur bei Kälte steigt – richtig eingestellt liefert sie genug Wärme bei minimalem Verbrauch. Zu hohe Kurven verschwenden Energie.
Die optimale Heizkurve hängt von Dämmung und Heizflächen ab. Wir stellen sie bei der Wartung passend ein, sodass die Räume warm werden, ohne dass die Therme unnötig heiß läuft.
An den meisten Thermen gibt es einen Schalter oder ein Menü für Heiz- und Sommerbetrieb. Zum Saisonstart aktiviert man die Heizfunktion.
Vor dem ersten Dauerbetrieb lohnt ein Blick auf den Wasserdruck und ein kurzer Testlauf. So fällt eine Störung im milden Herbst auf, nicht in der ersten Frostnacht.
Auch bei Abwesenheit im Winter sollte die Heizung auf Frostschutz laufen, damit Leitungen nicht einfrieren. Ganz abdrehen ist riskant.
Ein Frostwächter hält die Anlage knapp über dem Gefrierpunkt. Das verhindert einen Rohrbruch durch Frost, der weit teurer ist als die geringe Heizenergie.
Ja – ein kurzer Testlauf im Herbst zeigt, ob die Heizung sauber anläuft und alle Heizkörper warm werden. So bleibt Zeit für eine Wartung.
Wer erst beim ersten Kälteeinbruch merkt, dass die Heizung streikt, konkurriert mit allen um Notdiensttermine. Der Herbsttest verschafft Vorsprung.
Bleibt ein Heizkörper beim Saisonstart kalt, ist meist Luft im System – dann hilft Entlüften. Gluckern ist das typische Zeichen.
Nach dem Sommer sammelt sich oft Luft in den oberen Heizkörpern. Eine Anleitung steht im Ratgeber Heizung entlüften – danach den Druck prüfen.
Ja – zu kalte, feuchte Räume begünstigen Schimmel an kalten Außenwänden. Moderates, gleichmäßiges Heizen und Lüften beugt vor.
Wer aus Sparsamkeit Räume ganz kalt lässt, riskiert Feuchteschäden. Regelmäßiges Stoßlüften und eine Grundwärme halten die Wände trocken.
Drehen Sie die Heizung im Winter bei längerer Abwesenheit nie ganz ab. Ausgekühlte Leitungen können einfrieren und platzen, und ausgekühlte Wände fördern Schimmel. Der Frostschutz kostet wenig und verhindert teure Schäden.
Ein programmierbares oder smartes Thermostat passt die Temperatur automatisch an Tageszeit und Anwesenheit an und spart so Energie. Gerade bei geregeltem Tagesablauf lohnt es sich.
Die Heizung läuft dann nur, wenn Wärme gebraucht wird, und senkt in Abwesenheit ab. Über die Saison summiert sich die Ersparnis, ohne dass man täglich selbst regeln muss.
Ein Blick aufs Manometer zu Saisonbeginn und ein paar Mal im Winter reicht bei einer gesunden Anlage. Der Sollwert liegt kalt bei 1,0–2,0 bar.
Fällt der Druck häufiger, liegt ein Problem vor. Details stehen im Ratgeber Heizungsdruck – wie viel bar. Rechtzeitiges Nachfüllen verhindert einen Ausfall mitten in der Kälte.
Die größte Energieverschwendung ist nicht zu frühes Heizen, sondern eine zu hoch eingestellte Heizkurve das ganze Jahr über. Viele Anlagen laufen mit viel zu hohem Vorlauf. Eine sauber eingestellte Kurve bringt dieselbe Wärme mit spürbar weniger Gas.
Meine EinschätzungIch rate zu konstant moderaten Temperaturen statt ständigem Rauf und Runter. Wer die Wohnung nie stark auskühlen lässt, heizt am effizientesten und hält Feuchtigkeit fern. Das ständige Abdrehen und Wiederaufheizen kostet bei trägen Systemen oft mehr, als es spart.
Quellen: AK NÖ Energiespartipps · Klima- und Energiefonds AT · ÖNORM B 8130 · WKO Installateure NÖ

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